(Hypno-)systemisches Coaching

Im systemischen Coaching betrachte ich meine Klient*innen in ihrem gesamten Umfeld. "Probleme und Symptome" des Einzelnen erkläre ich damit nicht durch Schwächen oder Mängel der Person, sondern betrachte sie in ihrem gesamten Kontext. Mit anderen Worten: Wenn meine Klient*in ein Problem Z hat, dann wird dies Auswirkungen in Beziehungen haben, welche wiederum rückbezüglich Wirkung auf meine Klient*in und damit auch Problem Z haben (= Wechselwirkung).

Der systemische Ansatz wird auch als konstruktivistisch bezeichnet, da es nicht die eine Wirklichkeit gibt, sondern jede und jeder sich die Wirklichkeit aufgrund der eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen konstruiert.

 

Im hypnosystemischen Coaching verbinde ich den systemischen Ansatz mit Erkenntnissen aus der Hypnotherapie nach Milton E. Eriksson, die sich damit beschäftigt, wie Menschen sich, andere und ihre Umwelt wahrnehmen und dies verarbeiten - also wie inneres Erleben (Gedanken, Gefühle, Reaktionen, etc.) erzeugt wird und wie dieses innere Erleben (z.B. Unzufriedenheit) in Richtung eines gewünschten Erlebens (z.B. mehr Lebenszufriedenheit) verändert werden könnte. Der hypnosystemische Ansatz verbindet nun die kompetenzaktivierende Hypnotherapie mit lösungsorientiertem, konstruktivistischem systemischem Coaching.

 

Dazu gehört auch die Arbeit mit dem Inneren Familiensystem (IFS), nach dem die Psyche aus mehreren Teilen besteht, denen das Kern-Selbst oder wahre Selbst der Person zugrunde liegt. Wie Mitglieder einer Familie können die inneren Teile eines Menschen extreme Rollen oder Subpersönlichkeiten annehmen. Jeder Teil hat seine eigene Perspektive, Interessen, Erinnerungen und Sichtweisen. Ein Grundprinzip von IFS ist, dass jeder Teil gute Absichten hat, auch wenn seine Handlungen manchmal kontraproduktiv sind und/oder Funktionsstörungen verursachen. Es besteht daher keine Notwendigkeit, Teile zu bekämpfen, zu bezwingen oder loszuwerden, sondern diese wertzuschätzen und verletzte Anteile zu heilen. Die IFS-Methode fördert die innere Verbindung und Harmonie, um die Psyche wieder ins Gleichgewicht zu bringen. 

 

Diese Sichtweisen öffnen für mich den Blick auf viele der (versteckten) Ressourcen und Bedürfnisse meiner Klient*innen, die gewürdigt und für eine stimmige Lösungsentwicklung berücksichtigt werden können. Ebenso gehe ich davon aus, dass alle Ressourcen für eine Lösungsentwicklung bereits in der Person vorhanden sind - eine Haltung, die oftmals stärkende Wirkung auf den Selbstwert hat. Ich lege dabei großen Wert auf die individuellen Sichtweisen und Einstellungen meiner Klient*innen. Dies beinhaltet für mich Respekt vor der Autonomie und Individualität eines Menschen und strebt eine Coaching-Beziehung auf Augenhöhe an. Ich bin als Coach somit ein Wegbegleiter, der in achtungsvoller Kooperation mit meinen Klient*innen (Lösungs-) Möglichkeiten entwickelt.

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© Roland Gagel Villela